Kirchen & Kapellen

Buchen
Tag Monat Jahr
Nächte Zim./App. Pers.*
* pro Zimmer / Appartment
Unterkunftsart
Ort
Nur buchbare suchen
© feratel media technologies AG
Kalender
Tag Monat Jahr
Zeitraum
© feratel media technologies AG

Region > Kirchen & Kapellen > 

Gottesdienstzeiten in Maikammer, Kirrweiler und St. Martin

Maikammer:

Katholische Kirche St. Kosmas und Damian:

Donnerstag, 18.30 Uhr (Winterzeit), 19 Uhr (Sommerzeit)
Samstag, 18.30 Uhr (Vorabendmesse)
Sonntag, 9 Uhr bzw. 10.30 im wöchentlichen Wechsel mit Kirrweiler

Mariä-Schmerzen-Kapelle:

Dienstag, 18.30 Uhr (Winterzeti), 19 Uhr ((Sommerzeit)
Mitwoch, 18 bzw. 19 Uhr (Rosenkranz)

 

Kirrweiler:

Katholische Kirche Kreuzerhöhung:

Donnerstag, 18.30 Uhr (Winterzeit), 19 Uhr (Sommerzeit)
Samstag, 18.30 Uhr (Vorabendmesse)
Sonntag, 9 Uhr bzw. 10.30 im wöchentlichen Wechsel mit Maikammer

 

St. Martin:

Katholische Kirche:

Samstag, 18.30 Uhr
Sonntag, 10.30 Uhr

Kirchen & Kapellen

Ob Sie nur einen Moment inne halten, einen Gottesdienst besuchen wollen oder kirchen- und kunstgeschichtlich interessiert sind, der Reichtum an sakralen Bauwerken und Kostbarkeiten im Erlebnisland ist überaus beeindruckend und sehenswert. Von der imposanten gotischen Sandsteinkirche, über barocke Kapellchen, historische Flurkreuze, Bildstöcke, aufwendig gearbeitete Madonnenfiguren, imposante Orgelbauten bis hin zur einmaligen spätgotischen Tafelmalerei gilt es sakrale Schätze aus allen Kunstepochen zu entdecken. Auf eine große kirchengeschichtliche Vergangenheit kann insbesondere der Weinort Kirrweiler als einstiger Residenzsitz der Fürstbischöfe von Speyer zurückblicken.

Kirrweiler

Katholische Pfarrkirche "Kreuzerhöhung" / Kirchstraße

Sie entstand in der Zeit des Barock (1747) nach Plänen des bekannten Bruchsaler Baumeisters Johann Georg Stahl und ist bereits die vierte Kirche an gleicher Stelle. Am weitaus älteren Kirchturm aus dem 13. Jahrhundert lassen sich an der Westseite noch teilweise die Anbauten der Vorgängerkirchen erkennen. Als beredter Zeuge trägt er bereits Bauspuren aus dem ausgehenden 12. Jahrhundert. Um 1603 erhielt der Turm dann spätgotische Fenster.

Das besondere Schmuckstück der Kirche befindet sich jedoch im Innenraum. Die imposante Orgel, deren Gehäuse und sämtliche Prospektpfeifen noch aus der Werkstatt der früher in Kirrweiler ansässigen Orgelbauerdynastie Seuffert stammen (1809), wurde 1998 durch den Elsässer Orgelbauer Remy Mahler in Anlehnung an die Seuffert’sche Disposition neu gebaut. Mit 24 Registern verfügt die Orgel über eine enorme Klangpracht, die außer bei Gottesdiensten, bei Konzerten im Rahmen des jährlich stattfindenden, internationalen Kirrweiler Orgelsommers zu hören ist.

Marienkapelle am Friedhof

Auch sie entstand in der Zeit des Barock um1765 bis 1769 als Nachfolgerin einer kleinen Feldkapelle. Erbaut nach Plänen von Leonhard Stahl unter Fürstbischof von Hutten ist sie der "mater dolorosa", der "Schmerzreichen Mutter", gewidmet. Bei einer Renovierung im Jahr 1964 wurden aufwendige Stuckarbeiten und Deckengemälde angebracht.

Die vorhandene Orgel, eigentlich von Johann Phillip Seuffert für die Pfarrkirche geschaffen, wurde 1970 hierher verlegt. Sie ist nahezu noch im ursprünglichen Zustand erhalten.

Für Freunde der klassischen Musik ein besonderes Erlebnis sind die hier im Sommer stattfindenden Kirrweilerer Kammerkonzerte.

Maikammer

Katholische Pfarrkirche St. Kosmas und Damian / Kirchstraße

Sie ist eine weiträumige barocke Saalanlage aus den Jahren 1756/57 und befindet sich an einer Stelle, an der schon in spätrömischer Zeit ein ansehnliches Gebäude stand. Wahrscheinlich handelte es sich dabei um ein römisches Landhaus bzw. Gut mit einem damals üblichen Hausheiligtum.

In den Jahren 1935/36 wurde das Langhaus der Kirche nach Osten hin verlängert. Dabei zeigte sich, dass der bis dahin erhaltene Chorbau von 1719 um die Fundamente eines einst gotischen Chores herumgebaut worden war. Wiederum innerhalb desselben wurde eine etwa 60 cm starke Quermauer freigelegt, in welcher Archäologen einen Mauerzug aus dem 11. Jahrhundert vermuten, also aus der früh-salischen Zeit. Folglich hatte die entdeckte gotische Vorgängerkirche selbst noch eine römische Vorgängerin.

Die Einrichtung der Kirche ist im Stile des Barock und Rokoko gehalten. Der barocke Hochaltar mit Umschalwerk ist eine Arbeit des Kunstschreiners Martin Wilhelm aus Maikammer und wurde 1749 angefertigt. Die imposante Rokoko-Kanzel ist ein Werk des Bruchsaler Hofbildhauers und Stukkateurs Joachim Günther, entstanden zwischen 1766 und 1769. Sie ist die einzige erhaltene Kanzel dieses Künstlers in der Pfalz. Nach der jüngsten Gesamtrenovierung der Kirche 1976/77 wurde der Altarraum neu gestaltet. Der Altartisch aus hellem Bronzeguss ist ein Werk des Pfälzer Künstlers Gernot Rumpf, ebenso der Anbau, das Altar- und Vortragskreuz und die Priesterbank. Die künstlerische Gestaltung knüpfte an ein in Barock- und Rokokokirchen beliebtes Gestaltungselement an, den Engel.

Liebevoll ist auch der "Schalk im Heiligtum" vertreten: die bronzenen Stützen der Priesterbank dienen einer "armen Kirchenmaus" zu munteren Kletterübungen. Über dem Kirchenportal imponiert die barocke monumentale Figurennische aus dem Jahre 1765. Sie zeigt den heiligen Simon Stock und die Karmel-Madonna. Die Bruderschaft "Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel" besteht in Maikammer seit 1706.

 

 

Protestantische Johanniskirche / Poststraße

Der 1892 gegründete Kirchenbauverein begann 1913 mit dem Bau einer evangelischen Kirche in Maikammer, nachdem die Anzahl der evangelischen Gemeindemitglieder wuchs und der Wunsch nach einer eigenen Kirche immer stärker geworden war.

Am 3. Mai 1914 wurde die "Johanniskirche" eingeweiht. Sie ist im nachklassizistischen Stil vorwiegend aus gelbem Sandstein aus den pfälzischen Steinbrüchen erbaut, besitzt Rundbogenfenster und ein Kassettengewölbe. Der Turm ist mit der Figur Johannes des Täufers geziert. Den Hauptschmuck der Kirche bilden die schönen Glasgemälde mit biblischen Szenen (Fenster) von Professor Goller aus Dresden sowie die prächtige Orgel der Firma Steinmeyer aus Oettingen.

Mariä-Schmerzen-Kapelle / Alsterweiler Hauptstraße

Die Alsterweiler Kapelle wurde im Jahr 1845 auf Initiative der Alsterweilerer Bürger errichtet, wobei sowohl der Bau als auch die Ausstattung durch Spenden und Stiftungen finanziert wurden. Im Jahre 1968 wurde die Kapelle grundlegend renoviert. Fast die gesamte Innenausstattung, einschließlich der schönen Farbfenster, wurde ausgetauscht und das Rundfenster im Chor zugemauert. Im Jahre 1980 musste dann die Kapelle noch einmal gründlich generalüberholt werden, anlässlich der Restaurierung des wertvollen spätgotischen Altarbildes (Triptychon), das auch der "Maikammerer Altar" genannt wird. Bereits 1969 von der Pfarrkirche in die Alsterweiler Kapelle überstellt, zählt er zu den wenigen noch erhaltenen Beispielen gotischer Tafelmalerei in der Pfalz. Wohl um 1445 vollendet, ist er ein wertvolles Zeugnis oberrheinischer Malerei und befindet sich seit nunmehr fast 500 Jahren noch immer am Ort seiner Bestimmung.

St. Martin

Katholische Pfarrkirche St. Martin / Kirchstraße

Die Pfarrkirche steht an einer ehemaligen Kreuzung zweier Römerstraßen. Um das Jahr 700 wurde hier eine erste kleine Wallfahrtskirche aus Holz errichtet, die dem fränkischen Nationalheiligen Martinus gewidmet war. Diese wich um etwa 1200 einem Steinbau, welcher wahrscheinlich mit Kreuz- und Mittelschiffwölbung ausgestattet war. 1488 wurde der Turm westlich der Kirche angefügt und 1492 der Chor in Richtung Osten. Der Mittelbau war dreischiffig. Aus dieser Kirche blieben die Kirchenbänke aus dem 14. Jahrhundert erhalten, eine Rarität von höchstem Wert. Sie stehen heute auf der Empore.

Als im Jahre 1689 unter dem Oberbefehl des französischen Generals Ezechiel de Melac viele Städte, Dörfer, Schlösser und Burgen in der Pfalz ein Raub der Flammen wurden, schützte ein Irrtum die mittelalterlichen Kunstwerke der St. Martiner Kirche vor der gnadenlosen Zerstörung: Nachdem die Franzosen die Kropsburg in Brand gesetzt hatten, zogen sie eiligst den Berg hinab nach St. Martin. Furcht und Schrecken verbreitend, tobten sie durch die Gassen und Häuser. Da ertönten plötzlich scharfe Kommandos, und das Kriegsvolk sammelte sich, um die Kirche zu erstürmen. Mit lautem Geschrei drangen die Franzosen in die Kirche ein, und jeder rechnete nun damit, dass sie diese in Schutt und Asche legen würden... Doch nichts dergleichen geschah! Mit einemmal wurden die Kirchentüren aufgerissen, und wie von Furien gehetzt stürzten die Belagerer wieder heraus. Immer wieder riefen sie: "Bourbonen! Bourbonen!" und stürmten davon. Nach und nach kamen die Bewohner St. Martins aus ihren Verstecken und fragten sich, was den Feind so erschreckt haben mochte. In der Kirche fand man dann des Rätsels Lösung: Die ungebildeten Krieger hatten geglaubt, als sie in der Kirche das Dalbergische Wappen erblickten - sechs Lilien auf blauem Schild - sie seien in bourbonischen, also königseigenen, Besitz eingedrungen. (Die Bourbonen regierten Frankreich von 1589-1792. Ihr Wappen war ein blauer Schild mit drei goldenen Lilien). So hat die Verwechslung der Wappen St. Martin vor viel Unheil bewahrt!

Bereits zu Beginn des 18. Jahrhunderts wies die Kirche erhebliche Schäden an der Bausubstanz auf. Es wurden neue Pläne erstellt, und nach fünfjähriger Bauzeit wurde am 6.10.1779 das neue Gotteshaus eingeweiht.

Rund fünfunddreißig Jahre später war die Kirche wieder einmal in Gefahr, von französischen Soldaten zerstört zu werden. Damals, im Dezember 1813, war der einfallsreiche Pfarrer Johannes Baptista Lang Retter in der Not, indem er die brandschatzende Meute kurz entschlossen einlud, mit ihm und einem Tropfen des guten St. Martiner Weines auf das Wohl der Franzosen und auf das schöne Frankreich anzustoßen... Die verdutzten Krieger leerten einen Becher nach dem anderen und vergaßen zu guter Letzt, weshalb sie eigentlich gekommen waren... Nach einem herzlichen Abschied wankten sie von dannen...

Da um die Mitte des 19. Jahrhunderts die Kirche für die wachsende Bevölkerungszahl zu klein wurde, begann man 1889 erneut mit Umbauarbeiten: der Chor wurde Stein für Stein abgetragen und im Pfarrgarten wieder aufgebaut; gleichzeitig erfolgte auch der Neubau der Sakristei. 1890 fand der Umbau des Langhauses statt, das durch die Verlängerung um zwei Fensterachsen etwas gefälliger wirkt. Die Seitenmauern wurden erhöht, die Fenster gotisiert und in den Winkeln zwischen Chor und Langhaus Kapellen für die Seitenaltäre angefügt. Den Turm erhöhte man zusätzlich um zehn Meter. Damit hatte die Kirche ihre heutige endgültige Form erreicht. In den Jahren 1935 und 1986 wurde sie jeweils einer gründlichen Renovierung unterzogen.

Im Innenraum stammen die Altäre und die Kanzel im neugotischen Stil aus der Zeit des Kirchenneubaus von 1890 und sind Werke des Württemberger Altarbauers Staudenmeyer. Der Hochaltar ist ganz aus Eichenholz geschaffen und reich vergoldet. Ebenfalls aus der Zeit des Kirchenneubaus stammen die Statuen des heiligen Wendelins, des Tierschutzheiligen, und des heiligen Sebastianus, des Pestschutzheiligen. An der Südwand befindet sich ein weiterer Sebastianus, geschaffen um 1775, und ebenda ein venezianisches Kunstwerk aus der Zeit von etwa 1640-1690, welches die heilige Familie darstellt. Die vierzehn Kreuzwegstationen schufen die Meyerschen Anstalten in München.

Eine Besonderheit ist das so genannte Sakramentshäuschen. Ein ähnliches besitzt in der Pfalz nur die Herxheimer Pfarrkirche. Es diente einst zur Aufbewahrung der Monstranz. Seit dem Beschluss des Tridentinischen Konzils (1563), das Allerheiligste in einem Schrein auf dem Hochaltar aufzubewahren, wurde es nicht mehr benutzt. Folglich diente das Sakramentshäuschen zur Zeit seiner Entstehung als Tabernakel. Es hat eine Höhe von fast sechs Metern. Ein schlanker Ständer trägt den nach drei Seiten offenen Tabernakel, in dem heute das Ewige Licht brennt.

Das älteste Kunstwerk in der Kirche ist die Madonna auf dem linken Seitenaltar. Das erlesene Werk entstand um 1490 und wurde aus einem einzigen Stück Eichenholz geschnitzt. Die Madonna, vermutlich eine Stiftung der Dalberger, repräsentiert die damaligen modischen Kunstvorstellungen des Adels.

Ebenfalls eine Besonderheit ist das spätgotische Steinrelief der Grablegung Christi aus dem Jahre 1514. Dem Stil nach lässt das Grabmahl auf die weit verbreitete Schule des Mainzer Bildhauers Hans Backofen (1460-1517) schließen. Der Künstler, ein Schüler Riemenschneiders, hat seinen Meister in Bezug auf die Ausdruckskraft seines Werkes noch übertroffen. Backofens größeres Werk, welches er für den Speyerer Dom schuf, wurde 1689 durch die Franzosen vernichtet. Infolgedessen besitzt das St. Martiner Steinrelief einen besonderen Stellenwert in der Pfalz. Daneben befindet sich das über zwei Meter hohe und senkrecht in die Wand eingelassene Grabmahl der Dalberger aus dem 16. Jahrhundert.

Beachtenswert sind die rund um die Pfarrkirche angelegten Gartenflächen. Sie sind Bestandteile des St. Martiner Bibelgartens.

 
Verein Südliche Weinstrasse Maikammer e.V. · Büro für Tourismus in Maikammer · Johannes-Damm-Str. 11
Tel. 06321 952768 · Fax 06321 952767 · maikammer@maikammer-erlebnisland.de · www.maikammer-erlebnisland.de