Weinlehrpfade

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Termine für Führungen 2017

...über den Weinlehrpfad "Mandelhöhe", Maikammer, mit Besichtigung der Alsterweiler Kapelle:

Dienstags, 25. April, 23. Mai, 20. Juni, 25. Juli, 22. August, 26. September und 17. Oktober

jeweils um 15 Uhr.

Treffpunkt: Alsterweiler Kapelle

Kosten: 3,-- Euro pro Person

Für Gruppen bis 30 Personen auch Führungen auf Anfrage möglich. Preis pro Gruppe: 65.- Euro.

...über den Wein- und Steinlehrpfad,
St. Martin:

Termine bitte erfragen über das Büro für Tourismus St. Martin, Tel. 06323 5300, Tourismus@sankt-martin.de

Für Gruppen bis 30 Personen auch Führungen auf Anfrage möglich. Preis pro Gruppe: 45.- Euro.

Weinlehrpfad: Rebsortenweg Mandelhöhe

 

in Maikammer, ab Alsterweiler Kapelle

 

Bei einem Spaziergang lässt sich hier Interessantes über das edelste Produkt dieser Landschaft, den Wein, erfahren. Ausgangspunkt für den Rundgang ist die Alsterweiler Kapelle, in deren Innenraum sich eines der wenigen noch erhaltenen Beispiele gotischer Tafelmalerei in der Pfalz befindet, der "Maikammerer Altar". Ein Besuch der Kapelle mit kunsthistorischen Erläuterungen zum Altar ist in der Führung enthalten.

Der ca. 2,5 km lange Weinlehrpfad ist nach der Maikammerer Weinlage „Mandelhöhe“ benannt und führt über den Kapellenweg, den Wanderweg Deutsche Weinstraße, zurück über die Kredenburg- und Friedhofstraße zum Ausgangspunkt. Vorbei geht es z.B. an der Historischen Weinbergsanlage, die verschiedene alte Erziehungsformen im Unterschied zum heute verbreiteten Spalieranbau zeigt. Daneben gibt es Informationen über Sinn und Zweck der Flurbereinigung sowie Hinweistafeln zu den angepflanzten Rebsorten in den umliegenden Weinbergen. Gemütliche Rast- und Picknickplätze am Wegesrand bieten teilweise eine prächtige Aussicht in den Oberrheingraben.

Der besondere Tipp: Der Wein aus dem Historischen Weinberg ist als Sonderabfüllung mit Künstleretikett im Büro für Tourismus Maikammer käuflich zu erwerben.

Biblischer Weinpfad

in Kirrweiler, ab Marienkapelle

Angesichts der vielen hundert Stellen, an denen in der Bibel vom Weinstock und vom Wein die Rede ist, kann die Pfalz durchaus als „biblisches“ wenn nicht sogar „heiliges“ Land gelten. Die Ortsgemeinde Kirrweiler wollte dieses Bewusstsein den Gästen näher bringen, und so entstand die Idee, all die vielen Themenwege wie Dichterwege, Pilger- oder Märchenwege durch einen biblischen Weinwanderweg zu ergänzen. Dies ist dem Weinort in enger Zusammenarbeit mit der Pfarrgemeinde nun gelungen.

Auf einem ca. 2,5 km langen Rundweg – beginnend ab der Marienkapelle am Friedhof – gibt es den Wein und die Bibel neu, d. h. in ungewohnter Form, zu entdecken. An 12 Stationen entlang des Weges stehen Stelen, die über eine Bild- und Texttafel über den Sinn und Zweck des Weges informieren und zum Nachdenken anregen sollen. Eingebunden in die schöne Region führt der Lehrpfad über leicht begehbare ebene Wege und ist somit auch für Personen mit Handikap problemlos zu bewältigen.

Den Flyer zum Weinpfad mit QR-Codes für Audiotexte zu den einzelnen Thementafeln gibt es im Büro für Tourismus Maikammer und im I-Punkt Kirrweiler oder hier
Flyer Biblischer Weinpfad zum Herunterladen.

Wein- und Steinlehrpfad

in St. Martin, ab „Bildhäusel“

Mit ausgedehntem Panoramablick hoch zu den Bergen des Pfälzerwaldes, zur Kropsburg und zum Hambacher Schloß, über den malerischen Wein- und Luftkurort St. Martin und den Oberrheingraben lässt es sich auf dem St. Martiner Wein- und Steinlehrpfad höchst interessant wandeln. Die neue Attraktion entstand auf Initiative des St. Martiner Weinbauvereins in Zusammenarbeit mit dem rheinland-pfälzischen Landesamt für Geologie und Bergbau und ist derzeit wohl einmalig in Deutschland.

Der Ausgangspunkt des Weges befindet sich am historischen "Bildhäusel", einer kleinen Flurkapelle, nahe des Ortseingangs von St. Martin. Auf etwa 1,5 km Länge führt der Wein- und Steinlehrpfad auf dem Burgweg vorbei an der "Dalberger Bank", einem Sandsteinmonument zur Erinnerung an die geschichtlich bedeutenden ehemaligen Lehnsherren St. Martins, an der liebevoll restaurierten "Haardtmadonna" und an einem historischen Weinberg, der im direkten Vergleich mit neu angelegten Rebzeilen die enorme Entwicklung im Weinbau bis zum heutigen Standard zeigt.

Dass Weinbau und Boden bzw. dessen Beschaffenheit, einen bedeutenden Zusammenhang pflegen, aber auch dem Wein und seinen Inhaltsstoffen sowie Steinen und ihren mineralischen Bestandteilen gesundheitsfördernde Wirkungen zugeschrieben werden, das dokumentiert der St. Martiner Wein- und Steinlehrpfad auf ganz besondere Weise. In der Weinlandschaft am Wegesrand werden 18 Rebsorten vorgestellt, denen jeweils ein Stein bzw. Mineral zugeordnet wurde. Die Kombinationen von Wein und Stein erfolgten unter Berücksichtigung der unterschiedlichsten Aspekte. So ist der Graue Burgunder mit dem Pfälzer Muschelkalk gepaart, weil sich diese Rebsorte auf Muschelkalkböden ausnehmend wohlfühlt und sich hier der Weincharakter besonders typisch ausprägen kann. Für die Rebsorte Gewürztraminer fiel die Wahl auf den Rosenquarz. Als Stein der Liebe bezeichnet, erinnert er im übertragenen Sinne an das duftige Rosenbukett der Gewürztraminerweine. Dem Riesling, der edelsten aller Weißweinsorten, wurde der klassische gelbe Pfälzer Sandstein zugeordnet - ein Sedimentgestein, dessen Beschaffenheit, Farbe und Maserung zu künstlerischem Schaffen anregt.

Weiter zeigt der St. Martiner Wein- und Steinlehrpfad interessante Einblicke in die Pfälzer Erdgeschichte und damit natürlich in den steinernen Untergrund seiner umliegenden Weinberge. St. Martin liegt an der Abbruchkante des Pfälzerwaldes zum Oberrheingraben, der vor etwa 50 Millionen Jahren aufriss. In Gabionen (Drahtkörbe) gefüllt und als Steinsäulen am Wegesrand aufgestellt sind die drei für den Bereich um St. Martin typischen Gesteine in der Reihenfolge ihres Alters. Unten liegt der dunkle Gneis. Mit einem Alter von 430 Millionen Jahren ist es das älteste in der Pfalz vorkommende Gestein. Darüber ist die für die Pfalz so typische rötliche Gesteinsformation des Buntsandstein geschichtet, entstanden im Erdzeitalter der Trias bei trocken-heißem Wüstenklima. Ganz oben liegt gelblich-weißer Kalkstein, der sich als Ablagerung in einem Meer während der Tertiärzeit bildete. Auf den Böden dieser Kalksteine wachsen die Weinreben und nehmen mit ihrem Wurzelwerk Wasser und Nährstoffe aus jenen auf, wodurch Geschmack und Charakter der Weine beeinflusst werden.

 

Der besondere Tipp: Wein-Event am 2. Sonntag im Juni auf dem St. Martiner WeinWeg mit kulinarischer Weinverkostung.

 

 
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